AMORPHIS im Komma Wörgl – Ein Live-Bericht

Die finnischen Metal Heroes AMORPHIS hatten sich für den 2. Dezember 2015 im Komma Wörgl angekündigt. Das war doch wieder einmal ein Grund für einen Konzertausflug, – und der rasende X-ACT Reporter begab sich ins heilige Land, um den Göttern des nordischen Metal zu huldigen. Hier der Bericht.

Support Act: ASPHAGOR

Die Tiroler Formation aus Angerberg begrüsste das Publikum, hart, schnell und laut. Mit einem kurzen knackigen Setup überraschten sie nicht nur die wirklich zahlreichen Fans, sondern auch mich.
Die düsteren Männer aus Tirol schafften es schnell Stimmung zu machen, und bewiesen, dass auch in Westösterreich guter Black Metal gespielt wird. Um es in der Sprache meiner zahlreichen Mediveal-Freunde auszudrücken: Asphagor fechten nicht mit der feinen Klinge, sie bevorzugen den Kampf mit dem Breitschwert.“

AMORPHIS

Schon mit dem Opener „Under A Red Cloud“ vom neuen, gleichnamigen Album beweisen Amporhis eindrucksvoll, wofür sie stehen. Melodischer Rock mit feinem Gesang, eingängig serviert, und mit einer netten Portion Growling kombiniert.

Die Finnen präsentierten sich in bester Laune und machten das, wofür sie bekannt sind: Mit Musik Geschichten erzählen. Sie präsentieren nicht nur ein neues Album, sondern spannen einen Stimmungsbogen, der sämtliche Stilrichtungen und Hits aus Ihrer langen Karierre widerspiegelt.
Mit den Nummern von „Under A Red Cloud“ präsentieren sie sich oft hart, sehr hart. Sie scheinen wieder ein wenig zu den Wurzeln zurückgefunden zu haben.

Mit „Sky Is Mine“ schwenken sie wieder zurück in alte Zeiten der Band. Und das Publikum ist glücklich. Überhaupt ist die Stimmung in Wörgl wundervoll. Die Halle ist gut gefüllt, und bei den älteren Nummern beweist das Publikum Textsicherheit.

Es fehlen keine der alten Hits im Setup. „The Wanderer“, das wild gegrowlte „On Rich And Poor“, aus den Anfangszeiten der Band und viele Titel aus dem legendären Album „Tales From The Thousand Lakes“.

Als herausragend muss ich den Sänger Tomi Joutsen erwähnen, der den Spagat zwischen wunderbarem, melodischen Geschichtenerzähler und wildem Shouter einfach perfekt beherrscht.
Seinen Gesang stellt er bei „Hopeless Days“ aus dem Erfolgsalbum „Circles“ eindrucksvoll in den Mittelpunkt der Show. Mit der arabisch angehauchten Nummer „Death Of A King“ geht das Konzert ins Finale. Jetzt darf auch einmal der Keyboarder Santeri Kallio seine Solofähigkeiten beweisen.
Mit „Silver Bride“ wird wieder eine wunderbare Geschichte des Nordens erzählt. „The Smoke“ beschliesst einen fulminanten Konzertabend.

Fazit: Muss man gesehen haben. Und noch dazu sind Amporhis gerade mit Nightwish und Arch Enemy auf Tour, und haben noch einige Hallengigs in Deutschland, Österreich und der Schweiz für die nächsten Wochen auf ihrem Tourplan.

Live Review & Fotos by ULI STOLLWITZER

Amorphis Official Page

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Komma Wörgl

Setlist Amorphis:

  1. Under The Red Cloud
  2. Sacrifice
  3. Bad Blood
  4. Sky Is Mine
  5. Wanderer
  6. On Rich And Poor
  7. Drowed Maid
  8. Enemy At The Gates
  9. Four Wise Ones
  10. Silent Waters
  11. My Kantele
  12. Hopeless Days
  13. House Of Sleep
  14. Death Of A King
  15. Silver Bride
  16. The Smoke

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