CD Review & Rock-Adventkalender – PING MACHINES – „Left“

Heute ist der Rock-Adventkalender mal etwas anders. Aber weil uns die PING MACHINES aus der Schweiz mit einer Vinyl-EP und zwei CD EP’s bemustert haben (und noch ein Exemplar für unser Archiv beigelegt haben), – und wir einfach denken, dass diese geile Band unter unserem virtuellen Christbaum liegen soll – gibt’s heute eine Vinyl-EP, 2 CD-EP’s und… die Plattenkritik im virtuellen Rock-Adventkalender.

Kleine Anmerkung: Die CD-Kritik steht in keinem Zusammenhang mit unserer Verlosung. Die Band ist wirklich so gut!

Also – wer gewinnen will – wie immer – X-ACT Music Magazine auf Facebook liken, Beitrag teilen, – und schon seid ihr im Lostopf!

Aber jetzt zu was ganz anderem…

Gestern haben die Schweizer Ping Machines ihre CD „Left“ im Earl Music Club vorgestellt. Und ich freue mich, dass ich heute, währen die Bandmitglieder sicher noch schlafen, dieses geniale Stück Musik zusammen mit der Vorgänger EP „Right“ ein wenig kritisieren darf!

Hier mal meine Gedanken zur Musik:

CD „Left“

1 – „The Catcher“

Huups bin ich hier in einem 80er Rock-Tanzschuppen, oder sitze ich nur in der Redaktion und habe die Kopfhörer auf? Ich könnte mich jetzt auf jeden Fall erheben und meinen wunderbaren Körper zur Musik bewegen. „The Catcher“ ist eine bitterböse Nummer – und hat den Groove!

2 – „About Sorrows And Pain“

Über die Sorgen und den Schmerz zu singen, ist einfach. Man nehme einen Blues, mische Akustik-Gitarren mit ein wenig Stromgitarre, sage dem Sänger, er solle ein wenig wie Lou Reed klingen und fange an. Leider beherrschen das die meisten Bands nicht so gut wie die Ping Machines. Sagen wir es mal einfach: „So muss Blues!“

3 – „Would Die For You“

Und jetzt? Wir machen einen auf Holterdipolter. Wahrscheinlich ist die Nummer um 3 Uhr morgens entstanden, als alle Bandmitglieder besoffen waren, und der Tontechniker auf dem Klo eingeschlafen ist. Was ist den das? Vollgas mit stumpfem Gesang. Gar nicht meines!

4 – „Loose Myself“

Hin und wieder muss ich einfach die Aufnahmequalität bekritteln, aber die Nummer ist gut. Sehr gut sogar. Die Stimmung kommt genau so rüber, wie der Titel lautet. Verzweifelt, dunkel, dumpf. Eine Nummer für den Absacker in der Bar.

? – Bonus Track

Den hört nur der, der richtig hinhört. Ich würde empfehlen, die CD nicht nach der Nummer 4 weiterlaufen zu lassen, wenn Kinder im Raum sind.

CD Right

1 – „Devil’s Little Bitch“

Hossa, die Waldfee. Die Nummer geht ab. Da hüpft wahrscheinlich die ganze Schweiz. Knüppelhart serviert. Headbangerfreundlich. Das mag der Uli.

2 – „Queen Of The Underground“

So. Dann quälen wir am Anfang mal die Sitar, oder wie das Ding heisst. Und dann lassen wir mal die Gitarre brüllen. Und jetzt beginnt der 80er-Jahre-Sound. Die Nummer wird ruhig, Gesang setzt ein. Das rockt. So wie Rock geklungen hat. Melodischer Rock wie früher – von Deep Purple, Nazareth oder Uriah Heep.

3 – Black Dotted Rain“

Im gleichen Stil geht es weiter, aber grooviger. Der schwarz gepunktete Regen macht seinen Namen alle Ehre. Düster und rhythmisch geht es los. Aber – dann wird geshoutet, mit den Gitarren und Drums gekämpft. Diese Nummer zeigt das unglaubliche musikalische Feingefühl dieser Band!

4 – „Dr. Calypso“

Diese Nummer mit dem getragenen Gesang und den harten Riffs dazwischen ist für mich wie ein Film für die Ohren. Feiner Rhythmus und genial eingeflochtenen Riffs machen „Dr. Calypso“ für mich zu einem Höhepunkt der CD „Right“.

Fazit?

Die Ping Machines sind genial. Sie beherrschen vom Blues bis zum knallharten Punkrock alles, und zerschmettern mit irre geilem Gesang und brachialen Riffs jedes Genre. Musik, harte, melodische Musik, wie sie sein soll.
Ein kleiner Kritikpunkt ist die Aufnahmequalität, die an manchen Stellen die Nummern etwas dumpf klingen lässt („Would I Die For You“). Auch wenn das vielleicht gewollt ist… meines ist es nicht. Für die Nummer reiss ich euch einen Punkt ab!

Was soll ich sagen?

Ich gebe mal… 8 von 10 möglichen Punkten auf der Schwyzerdütschen Rock’n’Roll-Skala – und empfehle die Ping Machines!

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