GIBSON – Ist der traditionsreiche Gitarren-Hersteller konkursreif?

Die Rating-Agentur Moody’s hat das Unternehmens-Rating der Gibson Brands Inc. auf CAA3 herabgestuft. Der Ausblick sei angeblich sehr negativ. Grund seien die Bedenken Moody’s bezüglich Gibson’s schwacher operativer Performance, des Liquiditätsdrucks durch bevorstehende Fälligkeiten und der Blick auf die nicht nachhaltige Kapital-Struktur des Unternehmens. Der Großteil von Gibson’s Verbindlichkeiten ist 2018 fällig. Die Liquidität sei laut der amerikanischen Rating-Agentur schwach, da Gibson für deren Refinanzierung abhängig von neuem externen Kapital sei, welches durch die Herabstufung auf „Ramschniveau“ wohl schwer zu beschaffen sein wird… 375 Millionen US-Dollar aus vorrangig besicherten Anleihen sind laut Moody’s am 1. August 2018 fällig. Hinzu kommen Ende Juli rund 145 Millionen US-Dollar aus ausstehenden Bankdarlehen, falls die Anleihen nicht refinanziert werden können. Moody’s erwartet, dass Gibson seine Kostenstruktur im verbleibenden Jahr signifikant senkt. Dies sollte zu einer dauerhaften Verbesserung der Gewinnspanne führen. Kevin Cassidy, Senior Credit Officer, Moody’s Investors Service: „Wir erwarten, dass sich der EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände) dieses Jahr weiter flach entwickeln wird, da wir glauben, dass die verbesserte Handelsspanne nicht genug sein wird, um den Umsatzrückgang auszugleichen.“ Moody’s geht von einem deutlichen Umsatzrückgang in diesem Jahr aus, da Gibson die Artikel reduziere sowie Lieferengpässe durch die CITES-Regularien am Anfang des Fiskaljahres und den unter Druck stehenden Gitarrenmarkt bewältigen müsse. Schaut also schlecht aus für den renommierten Gitarrenhersteller Gibson

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