„MITTELALTER SPEKTAKEL St. Pölten 2015“ – Interviews mit den Machern und Resumee zu diesem einzigartigen Festival!

Das „Mittelalter Spektakel 2015“ in St. Pölten ist wiedermal toll gelaufen, Veranstalter und Besucher waren und sind happy. Wir haben hier aber nicht ein „übliches“ Veranstaltungs-Review, sondern haben diesmal die Macher des „MASP“ zum Interview gebeten und René Voak (Veranstalter) sowie Georg Ragyoczy (Programm-Direktor) sind uns Rede und Antwort gestanden!

X-ACT Music Magazine: Ich gratuliere euch zu diesem Festival, welches sich ja prächtig etabliert hat! Respekt! Nun, was ist euer Resumee nach 3 Jahren „MASP“?

Georg Ragyoczy: Ein wunderbares, ausgelassenes und fröhliches Fest, – und das durch die Jahre hindurch!
René Voak: Das MASP hat sich als absolutes Unikat im jährlichen Konzertzirkus etabliert. Die Kombination aus Markt, besonderen Schaustellern, Künstlern und Darbietungen ist einzigartig im Veranstaltungsbereich. Grandios sind die einzelnen musikalischen Darbietungen, die in dieser geballten Form für dieses Genre höchste Qualität besonders auch bei der technischen Umsetzung in punkto Sound & Visuals garantieren.

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René Voak und Georg Ragyoczy

X-ACT: Wie seid ihr speziell mit dem „MASP 2015“ zufrieden?

Georg: Die Stimmung war, wie schon in den Vorjahren, phänomenal. Das durchmischte Publikum aus Mittelalterfans, Metal- und Gothikfans harmoniert total miteinander.
René: Wer beim MASP 2015 dabei war, wird es bestätigen können. Das facettenreiche und anspruchsvolle musikalische Programm ist, so wie der Markt, ein Herzstück dieser Veranstaltung. Ich bin mit der Umsetzung, Realisierung und Qualität dieses Projektes äußerst zufrieden, einzig die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden aufgrund der steigenden Kosten in vielen Bereichen immer schwieriger. Das ist wohl der Wermutstropfen dieser Veranstaltung.

X-ACT: …und was waren eure persönlichen Highlights?

Georg: Die Shows von den „Henkern“ und des „Medicus“ waren immer von einer Menschentraube umgeben, soll heißen – sind super angekommen. Musikalisch waren Fiddler’s Green und Saltatio Mortis meine Highlights, aber auch Die Schandgesellen, die diesmal den Marktbereich unterhielten. Einmalig waren auch „Die Wüstenrosen“ mit ihren Tanzeinlagen.

René: Ich kann mich den persönlichen Highlights von Georg nur anschließen und möchte auch noch Haggard hinzufügen, die ja auch einen gewissen Seltenheitswert bei Live-Gigs in Österreich darstellen. – Ein außerordentliches musikalisches Erlebnis!

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Georg Ragyoczy inmitten der „Schandgesellen“

X-ACT: Könnt ihr uns einen Vorausblick auf das „MASP 2016“ gewähren? Gibt es Neuheiten? Sind Änderungen geplant?

Georg: Im Spektakelbereich wird es Neues zu sehen geben. Die bewährten Händler und Gastronomen wären wieder mit dabei.
René: Bei einer Neuauflage soll die heimische Szene noch stärker eingebunden werden. Ähnlich wie bei den Schandgesellen soll auch die eine oder andere Band schwerpunktmäßig durch unsere Aktivitäten unterstützt und gefördert werden.

X-ACT: Langsam aber sicher gehen euch ja die Headliner aus, denn so viele Bands gibts in dem Genre ja nicht… Euer Wunschheadliner für 2016?

René: Lennon, Harrison, McCartney & Starr – dann ist es nebensächlich, dass das Genre nicht ganz stimmig ist. 😉

X-ACT: Gibts schon einen Termin für 2016?

Georg: Natürlich hoffe ich auf eine Fortsetzung 2016. Das liegt im Ermessen des Veranstalters.
René: Nein, Termin 2016 gibt es noch nicht. Wir sind in den nächsten Wochen und Monaten in der Evaluierung- bzw. auch schon Booking-Phase. Je nach Ergebnis kann dann der Termin festgelegt werden.

X-ACT: Habt ihr irgendwelche persönlichen Erinnerungen, Erlebnisse, spezielle Gedanken…?

Georg: Die Geschichte des an Knochenkrebs erkrankten Florian Müllner hat mich sehr berührt. Beim ersten Fest wurde er aus dem Krankenhaus zum MASP gebracht um seine Idole von Saltatio Mortis zu treffen. Es ging ihm wirklich sehr schlecht. Heuer kam er gesundet zum Fest. Ich habe mich dann gemeinsam mit René Voak darum bemüht, ein Treffen mit Saltatio Mortis zu organisieren. Nach dem Konzert war es dann so weit…. ein berührendes Erlebnis für ihn, aber auch für mich/uns.

Die Zusammenarbeit von René Voak und mir hat ein gemeinsamer Freund, das St. Pöltner Kultur-Urgestein und „Letzter Harlekin“ Werner Sandhacker eingefädelt, indem er uns beim Gablitzer Mittelalterfest zusammenbrachte, welches ich 9 Jahre lang veranstaltet habe. Wie man sieht – das Samenkorn ist aufgegangen!

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v.l.n.r.: Projektleiter Georg Ragyoczy, Florian Müllner, Saltatio Mortis Frontmann Jörg Roth und Veranstalter René Voak

René: Ich teile die gleiche positive und erfreuliche Erinnerung wie Georg Ragyoczy. Zusätzlich möchte ich anmerken, dass wir mit NXP im VAZ St. Pölten so viele unterschiedliche Genres und Musikstiele bespielen, dass es jedes Jahr eine Freude ist, diese Abwechslung an Darbietungen und Konzerten auch Live miterleben zu dürfen. Dies gilt ja nicht nur für kulturelle Veranstaltungen im VAZ St. Pölten, beispielswiese heuer am Vortag des MASP die Rallye Show der Waldviertel Rallye bei uns im VAZ St. Pölten zu Gast, die ebenfalls mehrere tausend Besucher begeisterte.

Diese Abwechslung und diese Möglichkeiten faszinierende und einzigartige Events zu realisieren, sind schöne persönliche Erinnerungen, die aber, und das sei abschließend ganz besonders hervorgehoben, ohne einem unglaublichen tollen Team, engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie einzigartige Kooperationspartner (z.B. Georg Ragyoczy, Sponsoren und Partner) nicht umsetzbar wären. VIELEN VIELEN DANK!

X-ACT: Meine Herren, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen euch alles erdenklich Gute für das MASP 2016!

Interview by TOM PROLL

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„Mittelalter-Casanova“ Ragyoczy inmitten der Tanzgruppe „Wüstenrosen“

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