FELINE MELINDA – „Just Ballads“ (CD Review)

Das aktuelle Album der italienischen Melodic Metal-Instanz Feline Melinda hört auf den Namen „Just Ballads“ und ist ihr Geschenk an ihre zahlreichen treuen Fans und sozusagen an sich selber zum 30. Bandjubiläum! Die Jubilare aus dem fast schon kitschig-romantischen Bergdorf Eppan in Südtirol haben ihre schönsten Balladen auf eine CD zusammengschnitten und das kann sich – im wahrsten Sinne des Wortes – hören lassen! Das Album beginnt mit dem Song „Woman Without Compromises“, der u.a. mit einem coolen Chorus zu begeistern weiss. Der nächste Track ist die Akustik-Ballade „Sweet Lovin'“ vom Debutalbum. Tolle Chöre, lässige Melodien und ein cooles Solo machen auch diesen Song zu einem akustischen Leckerbissen! „Love And Hate“ ist der folgende Titel und hier haben sie selbstredend ebenso ins Schwarze getroffen. Und dann folgt einer meiner Lieblings-Songs der sympathischen Südtiroler: „Luna (My Love), die Jahrhundert-Ballade vom letzten Studio-Album! Was für ein Song! Hut ab, das sollte eigentlich weltweit in den Charts sein! Und dann wieder einer meiner Lieblingssongs, nämlich der Mega-Song „Lillian“, der vom Debut-Album (2004) stammt und der bis heute nichts an Charme und Qualität eingebüsst hat! „Feline’s Awakening“ ist dann ein Instrumental-Titel vom Album „Morning Dew“ (2004). Interessant und bombastisch arrangiert. Vom selben Album stammt „Heart Of Stone“, eine weitere Ballade, die Herzen zum Schmelzen bringt! Die „Piano Version“ von „Angel Eyes“ war auch auf dem letzten Studio-Output zu hören und zeigt einen Rob Irbiz, der förmlich um sein Leben (oder seine Liebe?) singt. Ein absolut amtlicher Song, mit viel Gefühl am Piano gespielt und mit ebensoviel Gefühl gesungen.

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„When Love Begins“ ist ein älterer Song, noch von Ex-Bassist Andy de Santis gesungen. Auch ein Song, der eigentlich auf einer Kuschel-Rock-CD zu finden sein müsste! Der nächste Titel Alone ist wiederum ein Instrumental-Track und vom letzten Studio-Album. Der Song stammt von HeadMatt, der auch wunderschöne Gitarren beisteuerte. Dann folgt der Song, mit dem für mich alles punkto Feline Melinda begann: „Don’t Cry“, klarerweise einer meiner absoluten Lieblings-Songs und der Start von vielen tollen Erinnerungen in Zusammenhang mit der Band. Auch heute noch ein Jahrhundertsong! Den Abschluss bildet der brandneue Song „Mary Magdalene“, der speziell für diese Compilation geschrieben und aufgenommen wurde. Ebenfalls ein Hammer-Song, wo Rob Irbiz superlässig singt und HeadMatt ein geiles Akustikgitaren-Solo zupft. Chris Platzer hat dafür sein Drum-Kit gegen ein Cajon getauscht. Der Song ist sehr modern und dennoch zeitlos gehalten. Ein toller Abschluss einer wirklich abwechslungsreichen und wunderschönen CD, die jeder Melodic-Rock-Fan in seiner Sammlung haben sollte! Feline Melinda haben sich da ja fast schon ein Denkmal gesetzt! Very well done!

Rating: 9,5 von 10 Punkten!!!

CD-Review by TOM PROLL

Weblinks: Official Homepage, Facebook

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