KRAUTHOBEL Open Air am 14.08.2018 am Kirchplatz in Schruns: Live-Review von Michael Stecher und Foto-Reportage von Jüx Hummer!

Das Jubiläumskonzert ging 2016 mit Bluatschink im Vorprogramm über die Bühne. Danach war einmal ein Jahr Pause, aber heuer veranstalteten Krauthobel wieder ihr Open Air am Kirchplatz in Schruns. Die Fans dankten es ihnen und kamen in Scharen und so war der Kirchplatz gut gefüllt, als wir ankamen. Als special friends support hatten Rumborak die Aufgabe dem Publikum ordentlich einzuheizen. Aufgrund des starken Verkehrs hatten wir leider nicht die Gelegenheit, uns Rumborak, die ebenfalls aus dem Montafon kommen, anzusehen.

So dauerte es nicht lange, bis Krauthobel die Bühne betraten und mit „Schöni Wält“ ihr Konzert eröffneten. Rockig ging es gleich mit „Banana“ und der „Muntafunerbah“ weiter. Krankheitsbedingt fehlte leider Andrea Tschuggmell-Plangg und so sahen die Fans die Band in der Besetzung Jürgen Ganahl (Gesang, Gitarre), Christoph Bitschnau (Bass), Bernd Schnetzer (Schlagzeug), Bernd Tagwerker (Keyboards, Gesang) und Johannes Ganahl (Gitarre) auf der Bühne. Mit „Erinnerung“ schalteten Krauthobel einen Gang zurück. Beim „Schöfer vom Garneratal“ bekamen Krauthobel nicht nur lautstarke Unterstützung vom Publikum, sondern auch von Alex Sutter an der Querflöte.

Mit „Clown“, „Stehbock“ und „Immer denn“ legten Krauthobel gleich drei weitere Publikums-Favoriten nach. „Fläschle Wi“ leitete dann Bernd Schnetzer’s Drumsolo ein, ehe die Band mit „FKK“ weiter Gas gaben. Allerdings fehlte bei der Nummer Flo’s Einlage mit Liegestuhl und Strip. Dafür kam die Nummer sehr gitarrenbetont rüber. Im Anschluss war Zeit für zwei weitere Balladen. „Allee“ und „Warom“ brachten das Publikum wieder zum Mitsingen. Die Stimmung wurde von „Sayonara“, einem der bekanntesten Krauthobel-Lieder weiter hochgehalten.

„Herbschtlob“ in der Liveversion ist eines meiner absoluten Lieblingslieder und die Gitarren von Jürgen und Johannes sorgten wieder für Gänsehaut, eine Hammernummer. Mit „Luggi“ und „Titeriti“ beendeten Krauthobel ihr reguläres Set. Das Publikum verlangte lautstark nach Zugaben und nach einer kurzen Pause betrat zum ersten Mal an diesem Abend Flo die Bühne und leitete mit seinem Rasenmäher das namensgleiche Lied ein. Wie tags darauf im „Montafon TV“ zu erfahren war, war dieses Lied der Abschied von Flo, der sich in die Frühpension verabschiedete.

Bei der nächsten Zugabe übernahm Bernd Tagwerker das Mikro. Zwar nicht ganz zur Jahreszeit passend, aber sehr zum Gefallen des Publikums stimmte er „Dr Winter“ an ehe Jürgen mit „Jugadjohr“ die Fans wieder zum Mitsingen brachte. Nach diesem Livehit war aber noch nicht Schluss. Ulrich Mayr betrat mit seiner Trompete die Bühne und die Fans wussten sofort,was auf dem Programm stand: „Geliebtes Muntafu“.

Um dreiviertel Zwölf ging ein langer und etwas anderer Konzertabend zu Ende. Die Lieder kamen durch die zwei Gitarren rockiger und härter rüber. Einigen Fans fehlten die Einlagen von Flo, andere fanden die neue Konzertvariante besser. Was noch aufgefallen ist, war, dass Jürgen bei den Anplakt-Konzerten“ zwischen den Liedern viel mehr mit dem Publikum kommunizierte und beim Open Air die Ansagen zugunsten einer umfangreicheren Setlist reduzierte. Alles in allem ein gelungener Konzertabend – und so heißt es sicher 2019 wieder am Schrunser Kirchplatz „Buschla, buschla“!

Live-Review by MICHAEL STECHER

Foto-Reportage by JÜX HUMMER   © 2018. All rights reserved!

 

Tom
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X-ACT Music Magazine - Gründer, Erfinder, Herausgeber, Medieninhaber, Chefredakteur, Design, Logo-Creator. Sonst noch: Gitarrist, Composer, Arranger, Producer, Bandleader.