CRYSTAL BALL – „Crystallizer“ (CD-Review) und die Daten der laufenden Tour!

Die sympathischen Schweizer Melodic Metaller Crystal Ball sind mir noch in allerbester Erinnerung ob ihres traumhaften Konzertes bei „Rock The Ring“ in Hinwil. Mann, was haben die abgerockt! Und der neue Sänger Steven Mageney ist auch eine Granate ersten Ranges! Hut ab, Crystal Ball aus Luzern sind ein wirklich feiner Rock-/Metal-Act und irgendwie ist ihr aktuelles Album „Crystallizer“ so geil, dass wir es hier vorstellen wollen, obwohl es doch schon einige Monate am Markt ist. Aber das ist scheissegal, weil echte, handgemachte Musik kann man immer reviewen und ausserdem sind die Jungs aktuell auf Tour in Deutschland!

Gleich der Opener „Crystallizer“ ist ein Vorzeigestück punkto Melodic Metal mit einem unheimlich starken Riff und packenden Vocals. Twin Lead-Guitars erfreuen die Gehörgänge beim Solo, ehe das Main Riff angreift, dass es eine wahre Freude ist! Der nächste Track „Curtain Call“ schlägt in die selbe Kerbe, verzückt aber zusätzlich mit gnadenlos guten Chören! Aber was soll man sagen? Auf ihrem zehnten Album muss man den Jungs nicht mehr erklären, wie Rock’n’Roll funktioniert! Dann die Hymne „Alive For Evermore“, die jedes Stadion in einen Hexenkessel verwandeln wird, mit tollem Arrangement zu begeistern weiss und einfach auch ein sauguter Song ist! Mit „S.O.S.“ bleiben sie im selben Tempo, biegen musikalisch aber in Richtung AOR/Melodic-Rock ab, was aber auch nix schadet! Für „Crazy In The Night“ schalten sie einen Gang zurück, dafür stampft der Song heavy und groovy, dass es eine wahre Freude ist. Und „Gentleman’s Agreement“ ist dann eine Melodic-Rock-Perle ersten Ranges, hier zeigen sie, welch ungeheuer griffige Melodien sie schreiben können. Das gilt auch gleich für den nächsten Song „Let Her Go, einer klassischen Rock-Ballade mit viel Feeling und tollen Harmonien. Die optimale Nummer, die Feuerzeuge heraus zu holen und den Jungs ein Lichtermeer zu kredenzen! Geiles Gitarrensolo, – by the way! „Beauty And The Beast“ beginnt „beauty“ und wandelt sich mit einem mächtigen Riff zum „Beast“. Geiles Unisono-Riff vor dem Chorus, der dann geil rüberkommt. Einer der mystisch-atmosphärischen Songs dieses Albums und abermals ein klasse Abräumer! Bei „Death On Holy Ground“ kommen dann die Fans tiefer gestimmter Gitarren auf ihre Kosten. Der stampfende Heavy-Song geht als Stadion-Hymne locker durch und allein schon die lässigen Gitarren-Hooks sind der Hammer!

Das Gitarren-Solo ist dann zwar etwas sehr orientalisch ausgefallen, das darauf folgende Twin-Leadguitar-Solo ist dafür aber wieder erste Sahne! Es geht weiter mit „Satisfaction Guaranteed“, wo es wieder heavy groovend zur Sache geht. Cooler Song mit amtlichen Leadvocals, Hammer-Chören und frechen Riffs. „Exit Wound“ wird als Bonus Track ausgewiesen, warum auch immer… Diese elegische Hymne ist aber auch ein absolut guter Song, um den es schade gewesen wäre, hätte man ihn nicht zu Gehör bekommen. Ein fettes Riff eröffnet danach „Dusty Deadly“, die Schlagzahl wird massiv erhöht und Crystal Ball geben einen heavy straight forward Rocker zum besten. Und mit „Symphony Of Life“ haben sie dann zum Abschluss einen coolen Song, der wie eine Ballade beginnt und dann mit einem markanten Riff alles klar macht. Hier trifft einmal mehr AOR auf Melodic Rock de Luxe.

Alles in allem eine gelungene Scheibe, abwechslungsreich und immer sauber eingespielt und amtlich gemischt sowieso. Hier sind Könner am Werk, die können lässige Songs schreiben und saugeil einspielen, der Sänger verfügt über eine markante und ausdrucksstarke Stimme, die Rhythm Section lässt auch nix anbrennen und die Gitarristen wissen natürlich auch, was sie tun. Und sie tun das supergut! Ein Album mit allem, was man sich heutzutags von einer anständigen Rockband wünscht. Und das schönste: die Jungs haben hier nicht nur eine tolle Studio-Produktion abgeliefert, nein!, die können das auch live ordentlich abliefern/abrocken! Mein Tipp daher: kauft euch diese rockige Meisterwerk namens „Crystallizer“ und hört euch die Band live an. Konzerttermine findet ihr weiter unten!

Rating: 8 von 10 Punkten!

CD-Review by TOM PROLL

 

Tom
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X-ACT Music Magazine - Gründer, Erfinder, Herausgeber, Medieninhaber, Chefredakteur, Design, Logo-Creator. Sonst noch: Gitarrist, Composer, Arranger, Producer, Bandleader.