MACHINE GUN KELLY – „Tickets To My Downfall“ (CD-Review)

Machine Gun KellyTickets to my downfall (Interscope Records – Universal MusIc)

In den letzten zehn Jahren hat sich viel getan im Leben von Colson Baker besser bekannt als Machine Gun Kelly aka Mgk. Sein, im Oktober 2012 veröffentlichtes Debütalbum „Lace up“ schafft sofort den Sprung in die US-Albumcharts. Songs wie „Save Me“, „Wild Boys“ oder „All We Have“ schlagen voll ein. Vor allem auch live macht sich der Rapper mit seinen fulminanten Shows viele Fans.

Während das Debütalbum mit vielen Gästen, vor allem aus der Rapszene aufwarten kann, eröffnet Machine Gun Kelly sein zweites Album „General Admission“ mit dem Song „Spotlight“, wo er von Rockröhre Lzzy Hale unterstützt wird. Beim Song „Bad Mother Fucker“ singt er gemeinsam mit Kid Rock.

 

Neben seiner Karriere als Musiker versucht er sich als Schauspieler im Film „Beyond the Lights“ und der Serie „Roadies“. Eine weitere genreübergreifende Zusammenarbeit veröffentlicht er 2016 – gemeinsam mit Camila Cabello den Song „Bad Things“. Nur vier Jahre später hat das Video dazu über unglaubliche 340 Millionen Klicks auf Youtube.

Sein drittes Album „Bloom“ markiert eine kleine Zäsur in der Karriere des Bad Boys. Nicht nur die Kritiker sehen das Album etwas zwiespältig, auch bei den Fans bleibt die Resonanz auf das Album hinter den Erwartungen zurück. Durch einen Streit mit Eminem, der über die Musik ausgetragen wird –  Machine Gun Kelly veröffentlicht den Song „Rap Devil“  rückt er wieder ins Lampenlicht.

Für Rockfans wird er anlässlich der Verfilmung des Buches „The Dirt“ ein Begriff. Im gleichnamigen Film verkörpert er Tommy Lee, den Drummer von Mötley Crüe. Im gleichen Jahr veröffentlicht er auch sein viertes Album mit dem Titel „Hotel Diablo“.

Dieses Album entsteht in Zusammenarbeit mit Travis Barker (Drummer von Blink 182), bietet eine gelungene Mischung aus Rap, Poppunk und 80s – Rock und bringt Mgk wieder in die Erfolgsspur.

Während des Lockdowns hält er mit seinen Sessions Kontakt zu seinen Fans und das sehr erfolgreich. Seine Lockdown Sessions belegen zwischenzeitlich Platz 1 der You-Tube Trends.

Nun steht sein neues Album in den Plattenläden. „Tickets To My Downfall“ nennt MGK sein aktuelles Release. Unterstützt wird er dabei wieder von Travis Barker, seines Zeichens Drummer von Blink-182. So ist es auch kein Wunder, wenn aus dieser Zusammenarbeit das erste Pop-Punk Album von Machine Gun Kelly entstanden ist.

Bereits vorab wird der Song „Bloody Valentine“ als Musik-Video ausgekoppelt, für das er von MTV den VMA für Best Alternative erhält. Das Video selbst, in dem er mit Megan Fox zu sehen ist, wurde in wenigen Monaten bereits über vierzig Millionen Mal angeklickt.

Für einige andere Songs hat sich MGK prominente Gäste eingeladen. So performt er „Forget Me Too“ gemeinsam mit Halsey. Ein Song der vom Schlagzeug nach vorne getrieben wird und dem man anhört, dass die Zusammenarbeit beiden Spass gemacht hat.

Auf „All I Know“ wird er von Trippie Redd unterstützt, während auf „My Ex’s Best Friend“ Blackbear mit von der Partie ist. Letzteres wurde auch schon als Single mit dazugehörigem Video ausgekoppelt.

Als weitere Gäste sind Iann Dior oder auch Yungblud zu hören, wobei aber auch die Songs, die ohne „fremde Unterstützung“ aufgenommen wurden durchaus zu überzeugen wissen. Weitere Anspieltipps sind zum Beispiel „Kiss Kiss“ und „Concert for Aliens“.

Etwas aus der Reihe fällt der Song „Play This When I’m Gone“ – ein ruhiger, akustischer Song mit nachdenklichem Text an eine verflossene Liebe, der aber für mich zu den besten Songs des Albums zählt.

Zusammenfassend kann man sagen, mit „Tickets To My Downfall“ ist Machine Gun Kelly ein Album gelungen, dass Großteils an die große Zeit des Pop-Punk erinnert, das aber vor allem Spass macht.

CD-Review by MICHAEL STECHER

Tracklist –„Tickets To My Downfall“ (Sold out Deluxe)

  • „Title Track“
  • „Kiss Kiss“
  • „Drunk Face“
  • „Bloody Valentine“
  • „Forget Me Too“ (feat. Halsey)
  • „All I Know“ (feat. Trippie Redd)
  • „Lonely“
  • „WWWIII“
  • „Kevin And Barracuda“ – Interlude
  • „Concert For Aliens“
  • „My Ex’s Best Friend“ (with Blackbear)
  • „Jawbreaker“
  • „Nothing Inside“ (feat. Iann Dior)
  • „Banyan Tree“ – Interlude
  • „Play This When I’m Gone“
  • „Body Bag“ (feat. Yungblud & Bert Mc Cracken of The Used)
  • „Hangover Cure“
  • „Split A Pill“
  • „Can’t Look Back“
  • „Misery Business“
  • „Bloody Valentine“ – Acoustic
Tom
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X-ACT Music Magazine - Gründer, Erfinder, Herausgeber, Medieninhaber, Chefredakteur, Design, Logo-Creator. Sonst noch: Gitarrist, Composer, Arranger, Producer, Bandleader.