THE WEIGHT – „Keep Turning“ (EP-Review)

The Weight hatten wir ja schon ein paar mal, – keine Frage, diese Band macht unaufhörlich von sich reden und man muss diese crazy weggesprengte Truppe featuren, denn selten hat eine österreichische Band so massive Lebenszeichen von sich gegeben, wie die drei Vorarlberger mit ihrem burgenländischen Gitarristen, die allesamt in Wien residieren und von dort aus die Bühnen unsicher machen! Derzeit befinden sie sich im Studio, um die Songs für ihr Debut-Album zurecht zu schnitzen –  …und um die Wartezeit zu verkürzen, stellen wir hier mal ihre EP „Keep Turning“ vor, die es wahrlich wert ist, gehört zu werden!

Die EP "Keep Turning" gibts als CD oder Vinyl-Edition!
Die EP „Keep Turning“ gibts als CD oder Vinyl-Edition!

Also dann mal los: eine Orgel – eine Mischung aus Farfisa und Bontempi – eröffnet den ersten Song „Maybe“, der sich sehr schnell zu einem griffigen Rocker entwickelt, der gleich mal abgeht wie die Sau! Ein herrlicher frischer Rocksong, der auch gut in die End-70-er gepasst hätte. Sänger Tobias Jussel singt sowieso hammermässig und das Solo vom Gitarristen Michael Böbel ist auch allererste Sahne. Die Rhythm-Section Andreas Vetter (Drums) und Patrick Moosbrugger (Bass) groovt solide und bildet auch hinsichtlich Timing eine verlässliche Bank! „Keep Turning“, der Titeltrack ist etwas psychedelischer angehaucht und könnte auch aus einer Velvet Underground-LP stammen, – vorausgesetzt Lou Reed & Co hätten damals schon so grossartig musiziert! Das spacige Gitarrensolo kommt lässig, auch die Orgel wimmert amtlich durch den Leslie. Ein sehr guter Song, den die Jungs auch live kräftig auf die Bühne setzen! „Blow It“ gefällt gleich mal mit seinem unbeschwerten Akustikgitarrengroove und der Erinnerung an alte Tom Petty-Songs… einfach herrlich! Dass Tobias Jussel auf allen Songs genial singt, muss hier nicht nochmal extra erwähnt werden, oder? Gut! Angemerkt sei an dieser Stelle aber, dass die Jungs ihre Songs amtlich arrangieren, niemals aber überladen und allesamt sehr songdienlich spielen! „The Preacher“ ist dann eine slow groovende Rockballade, leicht bluesig angehaucht, zeppelinig und hymnenhaft, bisweilen floydig und dann wieder an Kultbands wie Amen Corner erinnernd! Ein genialer Song allemal! Wir kommen leider schon zum Schluss, denn mit dem fünften Titel, „The Doctor“, ist diese grandiose EP auch schon wieder zu Ende. Eine Mischung aus The Who und Led Zeppelin, aber eigenständig genug, um nicht als Abklatsch zu gelten! Hier ziehn die Jungs auf über 7 Minuten Spiellänge nochmal alle Register ihres Könnens und lieferten hiermit einen eindrucksvollen Beweis ihres Könnens, sowohl als Instrumentalisten und Komponisten, als auch als Arrangeure und Solisten ab. Und der Gesang ist sowieso grenzgenial! …aber das hab ich vermutlich schon einmal geschrieben…

Rating: 8 von 10 Punkten! Tolle EP, die Spass macht und den Hörer auf eine Zeitreise in die 60er/70er/80er mitnimmt… Spock vom Raumschiff Enterprise würde sagen: „faszinierend“ und dem kann ich ich nur anschliessen!

EP-Review by TOM PROLL

Gruppenfoto by HERBERT P. OCZERET

v.l.: Gitarrist Michael Böbel, Schlagzeuger Andreas Vetter, Bassist Patrick Moosbrugger und Sänger Tobias Jussel von der österreichischen Band "The Weight" im Rahmen des "Poolbar Festivals" am Dienstag, 11. August 2015 in Feldkirch. FOTO: HERBERT P. OCZERET
v.l.: Gitarrist Michael Böbel, Schlagzeuger Andreas Vetter, Bassist Patrick Moosbrugger und Sänger Tobias Jussel von der österreichischen Band „The Weight“ im Rahmen des „Poolbar Festivals“ am Dienstag, 11. August 2015 in Feldkirch. FOTO: HERBERT P. OCZERET

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